Eintracht Papenburg: Erstes Boule-Turnier auf neuer Anlage durchgeführt

Das rund 300 Quadratmeter große Kugelsportareal des Obenender Traditionsklubs war erst im Sommer dieses Jahres eröffnet worden. Fotos: Eintracht Papenburg
Das rund 300 Quadratmeter große Kugelsportareal des Obenender Traditionsklubs war erst im Sommer dieses Jahres eröffnet worden. Fotos: Eintracht Papenburg

Papenburg Als eine gute Werbung für die neue Boule-Abteilung hat der Vorsitzende des Sportvereins DJK Eintracht Papenburg, Benno Gerbrand, das erste vereinsinterne Turnier in dieser Sportart bezeichnet. Das rund 300 Quadratmeter große Kugelsportareal des Obenender Traditionsklubs war erst im Sommer dieses Jahres eröffnet worden und trifft nach Vereinsangaben bereits jetzt auf eine große Resonanz.

Die Premierenveranstaltung, an der etwa 20 Spieler um Punkte und Plätze boulten, fand zum Bedauern der Veranstalter bei Dauerregen statt, was die Zahl der Zuschauer auf ein, so wörtlich, „überschaubares Maß“ einpendeln ließ. Siegerin des vierstündigen Turniers wurde Frauke Brand als Einzelspielerin vor den Doublette-Teams Willi Jansen und Robert Untiet sowie Ulrike und Florian Breer. 

Foto: Eintracht Papenburg

Bei der anschließenden Feier im Klubraum stellte die Abteilung einen Pool mit Spielern zusammen, der nun dem Verband gemeldet werden und dem DJK-Verein im nächsten Jahr den Start auf Punktspielebene ermöglichen soll. „Es geht uns jedoch keineswegs nur um sportliche Erfolge“, stellte Gerbrand klar. Der Boulesport bei Eintracht stelle vielmehr ein zusätzliches Freizeitangebot für Jung und Alt dar, das ohne Leistungsdruck Bewegung an der frischen Luft und ein geselliges Miteinander offeriere. Spaß und gute Laune stünden dabei im Vordergrund. 

Boule findet immer mehr Anhänger

Der Einstieg in das Kugelspiel bei Eintracht setzt nach Angaben des Vorsitzenden keine Vorkenntnissse oder gute sportliche Konditionen voraus und ist für alle Altersgruppen von Jugendlichen bis Senioren geeignet. Ein ebenerdiger und barrierefreier Zugang bietet behindertengerechte Voraussetzungen zur Teilnahme an dieser Trendsportart, die auch im Emsland immer mehr Anhänger findet.

Beim Boule-(französisch für Kugel oder Ball)Spiel treten entweder zwei Einzelspieler oder zwei aus jeweils zwei bis drei Spielern bestehende Mannschaften gegeneinander an, wobei jeder Akteur drei (bei drei Spielern zwei) Stahlkugeln mit einem Gewicht bis zu 800 Gramm erhält, die möglichst dicht an die zuvor platzierte Zielkugel (Schweinchen) auf dem abgegrenzten Spielfeld geworfen werden müssen. 

Foto: Eintracht Papenburg

Bei diesem Präzisionsspiel ist es erlaubt, die gegnerischen oder eigenen Spielkugeln wegzuschießen. Für die dem Ziel am Ende nächstgelegene Kugel wird ein Punkt gegeben, weitere Punkte gibt es für die dem Siegerboule am dichtesten liegenden Kugeln dieser Mannschaft. Die Partei, die als erste 13 Punkte erreicht hat, gewinnt.

Sechs Bouleplätze

Eintracht Papenburg hat die 12 mal 18 Meter große Boule-Anlage komplett in Eigenleistung erstellt. Der 1959 gegründete Klub erweitert damit sein bisher aus Fußball im Damen-, Herren- und Jugendbereich, Tischtennis, Handball, Frauen-, Männer- und Kindersport sowie Badminton bestehendes Sportangebot um eine alternative Möglichkeit der altersübergreifenden sportlichen und geselligen Betätigung für Personen mit und ohne Handicaps.

Die sechs Bouleplätze sind wettbewerbstauglich und entsprechen den internationalen Richtlinien des sogenannten Pétanque-Spieles, das in ganz normaler, bequemer Bekleidung aus dem Stand heraus ausgetragen wird. Rund um die Anlage sind zahlreiche Sitzmöglichkeiten vorhanden und eine ausreichende Beleuchtung sorgt in der dunklen Jahreszeit auch in den Abendstunden für gute Sichtverhältnisse. 

Interessierte Personen, auch Nichtmitglieder, können sich an den Vorstand wenden oder sich jeweils mittwochs und donnerstags ab 18 Uhr auf der Anlage am Splitting links einfinden. Der Verein stellt Spielkugeln und das entsprechende Equipment kostenlos zur Verfügung. 

Text: Hermann-Josef Tangen

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