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Spelles Sportlicher Leiter Markus Schütte: Jeder muss sich hinterfragen 

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Spelle Der SC Spelle-Venhaus hat als Aufsteiger in die Regionalliga Nord oft Lob bekommen. Das entspricht allerdings nicht der sportlichen Situation. „Ich weiß schon, dass wir nur acht Punkte haben und Tabellenletzter sind“, erklärt der Sportliche Leiter Markus Schütte. Sein Credo: „Jeder muss sich in der Winterpause hinterfragen, was kann ich besser machen, woran muss ich noch arbeiten, damit ich ein paar Prozent mehr rauskitzeln kann.“ 

Der 44-Jährige will in der Pause einige Gespräche führen, wie es in der Rückserie weitergehen kann, teilt der Verein in einer Pressemitteilung mit. „Womöglich werden wir am Kader noch etwas verändern“, schließt er Neuzugänge nicht aus. Die Position von Trainer Hanjo Vocks stehe allerdings nicht zur Debatte.

Schütte hofft, dass die Spieler die Winterpause nutzen, sich selbst zu reflektieren und erkennen, dass der eine oder andere ein bisschen mehr machen muss“. Auch auf den Körper achten. „Ich glaube nicht, dass wir, seit ich dabei bin, so viele Verletzte und muskuläre Verletzungen hatten.“

Erschwerend kommt für Schütte hinzu, dass viele erfahrene Spieler ausgefallen sind: Innenverteidiger Marcel Ruschmeier hat sich im ersten Spiel gegen Eimsbüttel verletzt und kam erst zum Rückrundenstart gegen den selben Gegner wieder zum Zug. Kapitän Torben Stegemann war nur siebenmal dabei und dann oft noch gehandicapt. Die in den Vorjahren wichtige Achse Torwart Bernd Lichtenstein, der auch lange ausfiel, Ruschmeier, Stegemann stand im gesamten Regionalliga-Halbjahr nicht einmal gemeinsam auf dem Platz.

Regionalliga-Aufsteiger SC Spelle-Venhaus muss sich steigern, wenn er den Klassenerhalt schaffen will. Der Sportliche Leiter Markus Schütte redet Klartext..

Gepostet von SC Spelle-Venhaus am Sonntag, 17. Dezember 2023

„Viele Mannschaften können viele Spieler ersetzen, aber wir nicht“, lautet eine Erkenntnis von Schütte. Auch wenn der SCSV gewusst habe, dass er nicht gegen alle Mannschaften konkurrenzfähig sei und Dreiviertel der Gegner Profis seien, also ganz andere Möglichkeiten hätten. „Wenn man gegengehalten, alles gegeben hat, und Spiele verliert, ist es gut und schön, aber nicht, wenn einige Spieler ihre Leistung nicht gebracht haben“, erklärt Schütte kritisch. Und zur deutlichsten Saisonniederlage (2:9): „Dass man gegen Hannover 96 II verliert, kann passieren, aber bitte mit Anstand.“

Was dem SCSV fehlt, ist eine Überaschung. Gepunktet hat das Team nur gegen die Mitaufsteiger Eimsbüttel (4) und Kilia Kiel (3) sowie den Bremer SV. Kilia dagegen hat Topteam Holstein Kiel II geschlagen, Eimsbüttel den SC Norderstedt und zudem gegen Hannover 96 II einen Zähler geholt. 

Während die zweite Hälfte des Jahres 2023 für den SCSV eher ernüchternd war, bleibt die erste als überragend in Erinnerung. Nach dem Weggang von Torjäger Felix Schmiederer und dem 0:2 gegen Schöningen im Februar 2023 folgten 14 Spiele ohne Niederlage mit Meisterschaft und Aufstieg als Krönung. „Das haben wir uns erarbeitet“, ergänzt Schütte. „Wir sind nicht als Favorit aufgestiegen, sondern weil wir eine Mannschaft als Kollektiv waren. Bessere Einzelspieler hatten andere.“

In der Regionallliga habe Spelle oft mitgehalten, nur das letzte Bisschen habe gefehlt. „Das muss man sich erarbeiten. Das kann man nicht herbeireden“, fordert Schütte Taten. „Wir müssen als Mannschaft zusammenstehen, das hat uns immer stark gemacht. Aber das war nicht in jedem Spiel so.“

„Es ist für uns etwas Besonderes in der Regionalliga zu spielen“, betont Schütte. „Wir sind in der Liga, um zu bleiben. Auch wenn viele sagen, schön dass ihr es versucht habt. Das Mitleid lasse ich nicht zu“, ist er überzeugt, dass der Klassenerhalt in den verbleibenden 18 Spielen gelingen kann.

Text: SC Spelle-Venhaus

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